Bei der Mikroimmuntherapie werden hoch verdünnte immuneigene Substanzen (Immunbotenstoffe, spezifische Nukleinsäuren etc) bestimmter Abfolge eingesetzt, um gezielt Informationen an das Immunsystem zu übermitteln.

 

Dadurch kann eine gestörtes Immunsystem wieder in die Lage versetzt werden, natürlich und effizient auf eine Immunstörung zu reagieren.

 

Im Gegensatz zur klassischen Immuntherapie sind bei der Mikroimmunterapie bisher keine Nebenwirkungen bekannt.

 

 

Die wichtigsten Merkmale der Mikroimmuntherapie

  • Zum Einsatz kommen immunregulierende Wirkstoffe wie z. B. Zytokine (spezielle Proteine, die für die Kommunikation zwischen den verschiedenen Immunzellen verantwortlich sind).
  • Die eingesetzten Wirkstoffe werden in Mikrodosen verabreicht, d. h. in ähnlichen oder geringeren Verdünnungen, wie sie im Organismus selbst vorkommen. Auf diese Art und Weise wird die natürliche Wirkungsweise respektiert und Toxizität vermieden.
  • Die verschiedenen, für die Entstehung und das Fortschreiten von Krankheiten verantwortlichen Prozesse werden spezifisch und auf verschiedenen Ebenen moduliert.
  • Die Wirkstoffe werden zeitversetzt (in so genannten Sequenzen) verabreicht, d.h. in der Art, wie das Immunsystem auf natürliche Weise reagiert.
  • Die Einnahme erfolgt sublingual (unter der Zunge). Dadurch werden die Informationen direkt an das lymphatische System weitergegeben, das viele Zellen des Immunsystems beherbergt.

 

Bei welchen Erkrankungen kann die Mikroimmuntherapie eingesetzt werden?

  • akute und chronische Erkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Krebserkrankungen
  • Virusinfektionen- und Reaktivierungen
  • bakterielle Infektionen
  • Allergien
  • Stress
  • Depressionen
  • neurologische Krankheitsbilder
  • altersbedingte Erkrankungen
  • Zahnerkrankungen

 

Patientenbroschüren zum Downloaden:

 

 

Download
Mikroimmuntherapie für Frauen
Mikroimmuntherapie_für_Frauen.pdf
Adobe Acrobat Dokument 450.7 KB
Download
Mikroimmuntherapie für Senioren
Mikroimmuntherapie_für_Senioren.pdf
Adobe Acrobat Dokument 479.0 KB
Download
Mikroimmuntherapie für Kinder
Mikroimmuntherapie_bei_Kindern.pdf
Adobe Acrobat Dokument 420.3 KB

HäuFIGE FRAGEN

 

Welches sind die wichtigsten Anwendungsgebiete dieser Therapie?

Die Mikroimmuntherapie wird bei bestimmten Krankheiten eingesetzt, die mit immunitären Dysbalancen in Verbindung stehen. Dazu gehören überwiegend chronische Erkrankungen, wie z. B. wiederkehrende Infektionen, Autoimmun- und degenerative Erkrankungen sowie tumorale Prozesse. Das Ziel der Mikroimmuntherapie ist die Regulierung der Immunantwort und die Wiederherstellung der Funktionen des Immunsystems auf harmonische Art und Weise. In einigen Fällen (z.B. in der kalten Jahreszeit als Schutz vor Erkältungskrankheiten oder bei Allergien) kann man sie auch präventiv einsetzen, um die Aktivität des Immunsystems zu modulieren.

 

Wer kann die Medikamente der Mikroimmuntherapie einnehmen?

Im Prinzip kann jede Person (Kinder, Erwachsene, Senioren) mikroimmuntherapeutische Medikamente einnehmen. Allerdings sollte die Entscheidung über eine Einnahme der Medikamente beim Arzt oder Therapeuten liegen.

 

 

Wann verschreibt mir mein Arzt die Mikroimmuntherapie?

Der Arzt verschreibt die Mikroimmuntherapie, wenn es Hinweise darauf gibt oder nachgewiesen wurde, dass ein immunitäres Ungleichgewicht besteht. Das Ziel dieser Therapie ist die Optimierung und Wiederherstellung des Gleichgewichts der körpereigenen Abwehrkräfte. Diese Behandlung kann auch unterstützend zu einer klassischen Behandlung, wie z. B. einer Chemotherapie eingesetzt werden. Dabei sei betont, dass die Mikroimmuntherapie andere Behandlungsformen nicht ersetzen, sondern diese ergänzen soll.

 

Wo sind die Medikamente der Mikroimmuntherapie erhältlich?

Mikroimmuntherapeutische Medikamente sind ausschließlich in der Apotheke erhältlich. Sie können in Apotheken in den meisten Ländern Europas, insbesondere Deutschland, Österreich, Belgien, Italien und Spanien bestellt werden.

Nach oben

Wieso ist die Mikroimmuntherapie gut verträglich?

Einerseits kommen in der Mikroimmuntherapie Wirkstoffe zum Einsatz, die Teil des Immunsystems selbst sind, wie z. B. Zytokine. Sie werden biosynthetisch hergestellt und sollen mit dem Immunsystem im Dialog stehen, ohne es zu stören oder gar zu blockieren. Andererseits werden die Wirkstoffe in ähnlichen oder geringeren Verdünnungen verabreicht, wie sie auch im Organismus selbst vorkommen. Die Europäische Gesetzgebung bestätigt, dass ab einer Verdünnung von 1/10.000 des ursprünglichen Wirkstoffs die Unbedenklichkeit gewährleistet ist (Richtlinie 2001/83/EG Art. 14).

 

Weshalb werden Medikamente für Mikroimmuntherapie unter die Zunge gelegt?

Unter der Zunge befindet sich lymphatisches Gewebe, das mit dem Immunsystem in Verbindung steht und Substanzen wie „ein Schwamm aufsaugen kann“. Die Wirkstoffe können so direkt in das System gelangen und die enthaltenen Informationen unmittelbar weitergeben.

 

Weshalb werden mikroimmuntherapeutische Medikamente auf nüchternen Magen eingenommen?

Es empfiehlt sich, die Medikamente auf nüchternen Magen einzunehmen, damit die Informationen optimal an das Immunsystem weitergegeben werden. Zusammen mit dem Essen eingenommen, besteht die Gefahr, dass ein Teil der Informationen untergeht oder verändert wird. Es ist aber auch möglich, die Medikamente zwischen den Mahlzeiten einzunehmen.

 

Ist die Mikroimmuntherapie mit anderen Behandlungen kompatibel?

Im Allgemeinen ist die Mikroimmuntherapie mit anderen Therapien kompatibel. Sie eignet sich als Grundbehandlung für die Regulierung komplexer immunologischer Störungen.